Gar nicht unappetitlich
bis
LWL-Museum für Archäologie und Kultur Europaplatz 1, 44623 Herne
An diesem Familienwochenende dreht sich alles ums Essen – aber nicht so, wie wir es heute kennen. Bei einem besonderen Ausflug in das Jahr 1300 erfahren Groß und Klein, wie mittelalterliche Ernährung, Esskultur und Tischsitten vor über 700 Jahren aussahen.
Schon im Mittelalter war Essen mehr als bloße Nahrungsaufnahme: Ernährung, Gesundheit und Medizin waren eng miteinander verbunden. Die Besucher:innen erleben, wie die Menschen damals eine „gesunde“ und „ausgewogene“ Ernährung verstanden und wie sie ihre Mahlzeiten gestalteten.
Wie hat man ohne Gabel gegessen? Was bedeutete es, „jemandem das Wasser reichen zu können“? All das und mehr zeigt die mittelalterliche Tischkultur. Zudem lernen die Gäste, wie beim Essen Status gezeigt wurde: Wer saß wo am Tisch, wer bediente wen, und welche Speisen durften beim Gastgeber nicht fehlen, um Eindruck zu machen?
Am Modell eines typischen niederdeutschen Stadthauses können Besucher:innen die zentrale Bedeutung von Herd und Küche für das Hausleben entdecken. Auch religiöse Aspekte der Ernährung werden beleuchtet: Schweigendes Essen bei Mönchen, Tischsitten im Kloster und die Regeln, trotzdem um etwas bitten zu können.
Jahreszeitliche Anpassungen der Küche, Methoden zur Haltbarmachung von Lebensmitteln und die Herkunft exotischer Gewürze zeigen, wie global und komplex Ernährung bereits im Mittelalter war.
Das Familienwochenende findet am 31. Januar und 1. Februar, jeweils von 11 bis 18 Uhr statt. Die Teilnahme ist kostenlos, es fällt nur der reguläre Eintritt an (7 Euro, ab 18 Jahre).

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