Jugend ohne Gott
Theaterrevier Zeche Eins Prinz-Regent-Str. 50 – 60, 44795 Bochum
Ein Weltkrieg wird vorbereitet, aus dem Radio schallt Propaganda und ein Lehrer steht allein vor der Klasse eines Knabengymnasiums. Er verteidigt die Würde des Menschen in seinem Unterricht und riskiert damit beinahe seinen Job. Seine Aufgabe ist es, die Jungen zur Kriegstauglichkeit zu erziehen. Zweifel jeglicher Art sind von der Schulbehörde nicht erlaubt und selbst von den Schülern nicht erwünscht. Alle verlieren innerhalb kürzester Zeit ihren moralischen Kompass und in einem Zeltlager eskaliert die Situation: Ein Schüler wird tot aufgefunden. Die Ermittlung des Schuldigen nimmt wie in einem Krimi immer neue Wendungen. Doch wie kann Schuld definiert werden, wenn ein Staat längst dabei ist, sich von allen moralischen Prinzipien zu verabschieden?
Die Nationalsozialisten setzten Ödön von Horváths Jugend ohne Gott nach seiner Veröffentlichung 1937 wegen „pazifistischen Tendenz“ auf die Liste des schädlichen und unerwünschten Schrifttums. Das Junge Schauspielhaus Bochum bringt Horváths bedeutendstes Werk als Monolog mit Live-Musik für Publikum ab 13 Jahren auf die Bühne.
Eintritt: Jugendliche 6,50, Erwachsene 11 Euro
Tickets sind an der Theaterkasse oder online erhältlich.

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