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Leni Luisa Rennert
Leni Luisa Rennert, die 12jährige THEO-Preisträgerin aus Dortmund
Im März 2026 gewann die gerade 12-jährige Leni Luisa Rennert aus Dortmund den THEO – Preis für junge Literatur. In ihrer Kurzgeschichte „Das 13. Fundstück fürs Leben“ erzählt sie von einem Erlebnis, das sie tief bewegt hat. Im Gespräch verrät die junge Autorin, warum sie Titel immer zuerst schreibt, weshalb Geschichten für sie ganze Welten sind – und warum Aufgeben beim Schreiben keine Option ist.
ruhrpottKIDS: Wie hast du dich gefühlt, als du erfahren hast, dass du den THEO-Preis gewonnen hast?
Leni Luisa: Ich war richtig glücklich.
War dies der erste Wettbewerb, an dem du teilgenommen hast?
Nein. Angefangen hat es mit dem „Abenteuer auf Mirazoo“, mit dem ich bei dem den Maus-Jubiläumswettbewerb prämiert worden bin. Da war ich 7 Jahre alt. Die Geschichte wurde zu einem Hörspiel vertont. Danach war ich irgendwie so drin, ich habe dann noch bei einigen Schreibwettbewerben mitgemacht, aber das war jetzt der erste erfolgreiche seit fünf Jahren.
Wie bist du auf die Idee für deine Geschichte gekommen?
Die Idee ist erstmals aufgetaucht, als ich vom diesjährigen THEO erfahren hab. Ich hatte sofort ein paar fantasievolle Ideen zum Thema „Fundstücke“.
Gab es ein besonderes Erlebnis, das dich inspiriert hat?
Im letzten Jahr habe ich etwas erlebt, dass mich auf die Idee der Geschichte gebracht hat. Also habe ich mir Gedanken gemacht und einfach losgelegt. Die Geschichte ist nicht komplett autobiografisch. Ich habe etwas ähnliches erlebt und es als Inspiration genutzt. Es fällt mir generell aber nicht schwerer, über selbst Erlebtes zu schreiben.
Welche Szene in deiner Geschichte magst du am liebsten – und warum?
Ich mag das Happy End sehr, weil sich da alles aufklärt und Hoffnung und Mut macht.
Hast du bestimmte Rituale oder Orte, an denen du am liebsten schreibst?
Meistens schreib ich abends. Ich habe die Angewohnheit, bei Geschichten immer zuerst den Titel zu schreiben. Am Ende wird der Name zwar noch hundertmal ausgefeilt und überarbeitet, aber die Grundidee steht meistens schon am Anfang.
Wie lange hast du am „13. Fundstück“ gearbeitet?
An der Geschichte habe ich gar nicht so lang gearbeitet, weil ich erst spät begonnen habe und mich etwas beeilen musste. Aber auch sonst schreibe ich die Grundidee relativ schnell, in ein paar Wochen, je nach Länge. Dann feile ich noch, verschönere meinen Stil und suche blumigere Umschreibungen für einfache Adjektive .
Fällt dir das Schreiben immer leicht?
Ideen habe ich meistens genug, aber manchmal verliere ich die Lust und den Spaß an einer Geschichte. Für mich ist eine Geschichte, die ich schreibe, eine Welt, die ich eröffne und weiter aufbauen will. Irgendwann sind die Welten, wenn ich nichts Neues einwebe, erkundet, und es gibt nichts mehr zu entdecken. Dann wird mir langweilig und die Geschichte verstaubt in den hintersten Ecken meines Gedächtnisses, bis ich sie wieder finde und die Welten weiterspinne.
Willst du weiter schreiben? Vielleicht sogar ein eigenes Buch?
Klar! Im Moment arbeite ich an einer Geschichte, in der die Welt noch lange nicht ganz erkundet wurde. Wer weiß, vielleicht kann man sie in ein paar Jahren im Laden kaufen!
Wie geht es nun weiter?
Als nächstes werde ich meine Geschichte in der Staatskanzlei in Potsdam vorlesen, wo auch die Preisverleihung sein wird. Außerdem werden alle prämierten Geschichten in ein Buch gedruckt.
Was würdest du anderen Kindern raten, die auch gerne schreiben möchten?
Wenn man eine Geschichte schreiben möchte, ist es superwichtig, dass man nicht aufgibt. Man darf sich auch nicht von einer kreativen Blockade aufhalten lassen! Wer weiß, vielleicht hat man eine super Idee, die zum Durchbruch als Autorin führen könnte, und dann wäre es echt schade, wenn die Idee verloren geht. Und je mehr man sich mit Geschichten befasst, desto mehr Spaß macht es, sich neue Wendungen und Figuren auszudenken.
